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Produktbeschreibung
Als Reproduktion eines originalen Fundes aus dem Schiffsgrab von Valsgärde (Grab 8) verkörpert dieser reich detaillierte Helm aus der Vendelzeit ein bedeutendes Zeugnis frühmittelalterlicher Handwerkskunst. Das Grab, auf dem Bauernhof an den Ufern des Fyris-Flusses (Fyrisån) in der Nähe von Gamla Uppsala gelegen, wird auf ca. 625–650 nach Christus datiert; der Helm des Kriegers wurde zu seinen Füßen platziert. Das Original wird im Gustavianum, dem Museum der Universität Uppsala, aufbewahrt. Diese Replik ist aus 2 mm dickem Stahl gefertigt und mit einer Kettengeflecht-Helmbrünne ausgestattet, die aus flachen, vernieteten Ringen mit einem Innendurchmesser von 8 mm besteht. Die Platten sind aus dünnerem Stahl (Pressblechfolien) gefertigt und mit Messingbändern am Helm befestigt. Kamm und Augenbrauen sind ebenfalls aus Messing gefertigt. Die komplizierten Muster sind als genaue Reproduktionen der ursprünglichen Motive ausgeführt. Der frühmittelalterliche Brillenhelm wird mit einem verstellbaren Lederfutter und einem Kinnriemen geliefert. Dieser Helm ist als Sammler- oder Dekorationsstück konzipiert und daher nicht für Kampfreenactment geeignet.
Der Wikinger-Gott Odin und der germanische Gott Wodan waren die Götter der Aristokratie und Kriegerklasse. Mit Allwissenheit wird Odin/Wodan ebenso assoziiert wie mit der Meisterschaft über Runen und Poesie sowie mit Seidr (Magie). Als Gott des Krieges und des Todes bekannt, liegt seine tiefere Bedeutung im Bewahren der kosmischen Ordnung. Laut der Mythologie war Odin/Wodan der erste der Könige und der Meister über die Einherjer, die heldenhaften gefallenen Krieger von Walhalla, mit denen er auszieht, um Ragnarök (totales Chaos) zu besiegen. Gegenstände, auf denen Odin/Wodan abgebildet ist, können mit der Aristokratie und der Kriegerklasse, den Wikinger-Jarls und -Karls sowie mit Magie in Verbindung gebracht werden.
Drachen waren die mythische Variante der Schlange und wurden bereits in den frühesten Mythen der modernen Menschheit aufgenommen. Mit der Verbreitung der Menschen migrierte auch die Drachenmythologie weltweit. Bei vielen indoeuropäischen Völkern wird Drachen eine prominente Rolle in ihren Mythologien zugeschrieben. In der germanischen und späteren Wikinger-Mythologie werden Drachen als alles zerstörende Monster angesehen, die gleichzeitig das böse Wesen symbolisieren, das von einem Helden besiegt werden muss. Diese beiden Archetypen – der Zerstörer und der Gegenspieler des Helden – verstärken einander.
In indoeuropäischen Kulturen war dem Wolf eine doppelte Bedeutung zugeschrieben. Das Tier war ein gefährlicher Feind, wurde aber auch für seine Schlauheit, Stärke und Wut respektiert. Diese Beziehung führte zu Ritualen, in denen der Wolf im Mittelpunkt stand. Das Koryos-Ritual gilt als ein wichtiger Ausdruck dieses Wolfskults. Daraus entwickelte sich die germanische Ulfheðnar, Krieger, die Odin (Wodan) verehrten und als die „Wölfe Odins" bekannt waren. In der germanischen und altnordischen Kunst symbolisierten Wölfe Loyalität, Schutz, Aggression und strategischen Einblick.
Odin ist der Gott der Kriegsbanden, der úlfhéðnar und Berserker. In der Totenzeit (zwischen Ende Oktober und Jul) führt er die Wilde Jagd an, um das kosmische Gleichgewicht wiederherzustellen. Dieser Prozess sorgt dafür, dass das Licht während Jul (der Wintersonnenwende) zurückkehrt, wonach die Erde wieder fruchtbar wird. Viele der Merkmale Odins spiegeln sich in den Darstellungen von gehörnten Speertänzern wider; darüber hinaus gibt es noch einen Aspekt, der ihn mit dieser Symbolik verbindet. Seit der Völkerwanderungszeit enden die Hörner der Speertänzer immer in zwei Raben. Odin wird von zwei Raben begleitet, Huginn und Muninn, die ihm alles berichten. Die Hörner, ein altes Fruchtbarkeitssymbol, hatten möglicherweise zu dieser Zeit ihre Symbolik und Bedeutung verloren. Obwohl sie weiterhin dargestellt wurden und charakteristisch für das odinistische Speertanzritual blieben, wurden die Raben hinzugefügt. Das Ritual wird wahrscheinlich von der Priesterklasse durchgeführt, wobei bei den indogermanischen Völkern die religiöse und herrschende Klasse ungefähr dieselbe war und der König als Hohepriester fungierte. Das Ritual kann als schamanistischer Kriegstanz angesehen werden.
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