Empfohlene Kombination
Produktbeschreibung
Bereits um 1380 etablierte sich jener charakteristische Bascinet-Typ, der heute unter den Bezeichnungen Hundeschnauze oder Schweineschnauze bekannt ist. Die spitz zulaufende Form des Visiers lenkte Schläge ins Gesicht wirkungsvoll zur Seite ab und bot damit nicht nur Schutz, sondern verbesserte zugleich die Belüftung: Die größere Oberfläche konnte mehr Luftlöcher aufnehmen, durch die frische Luft strömte.
Dieses Bascinet ist als Nachbildung einer Schweineschnauze gefertigt, die vermutlich zwischen 1360 und 1390 hergestellt wurde. Heute wird sie gemeinsam mit der passenden Rüstung in der Sammlung der Burg Churburg aufbewahrt. Helme dieses Typs wurden von der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts bis zur ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts in ganz Europa getragen – im Hundertjährigen Krieg zwischen England und Frankreich ebenso wie in den zahlreichen Auseinandersetzungen, die zu jener Zeit in Nord- und Mittelitalien geführt wurden.
Das battle-ready Modell ist aus 2 mm Stahl gefertigt und mit einem textilen Helmfutter versehen. Das Visier lässt sich mit Stiften abnehmen, wodurch ein offenes Bascinet mit optimiertem Sichtfeld entsteht. Die Schweineschnauze ist wie beim Original auf einer Seite mit Luftlöchern versehen und mit Messingstreifen verziert. Am unteren Rand ist ein Lederstreifen angebracht, an dem ein Kettenkragen – ein Camail – befestigt werden kann. Unter dem Camail wurde häufig ein gepolsterter Gambesonkragen getragen, um Reizungen zu vermeiden und zusätzlichen Schutz bei Einschlägen zu bieten.
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