Empfohlene Kombination
Produktbeschreibung
Nach historischem Vorbild des 14. Jahrhunderts ist diese einzelne Wachstafel den Miniaturen von dem Manesse Codex aus Zürich nachempfunden – einem Manuskript mit 138 Miniaturen und einer umfangreichen Sammlung mittelhochdeutscher Liebesgedichte.
Die cera (Latein für „tabula cerata" – Wachstafel) war ein kleines Schreibbrett aus einem harten Material wie Buchsbaumholz, Buchenholz oder sogar Knochen. In der Mitte von dem Brett befand sich eine ausgehöhlte Fläche, die mit einer Schicht dunklen Wachses gefüllt worden ist.
Auf diese Wachsschicht ist mit einem Stilus geschrieben worden – einem spitzen Gegenstand aus Metall, Holz oder Knochen (Griechisch: stýlos, Latein: stilus). Mit diesem Werkzeug hat man Zeichen in das Wachs geritzt. Bei Bedarf konnten diese Zeichen einfach wieder weggewischt oder geglättet werden, wodurch die Tafel wiederverwendbar war. Diese Wachstafeln sind für tägliche Notizen, Erinnerungen an Aufgaben, Schulden, Verpflichtungen und als Entwurfsversion von Texten verwendet worden, die später auf Papyrus oder Pergament übertragen wurden.
Versiegelte Wachstafeln haben zudem für offizielle Zwecke gedient, wie das Aufsetzen von Testamenten, das Übermitteln geheimer Befehle, Erklärungen, Quittungen und sogar Berichte. Das älteste bekannte archäologische Beispiel von einer Wachstafel stammt aus dem 7. Jahrhundert v. Chr., gefunden in Etrurien (Italien). In Europa ist der Gebrauch von Wachstafeln bis Mitte des 19. Jahrhunderts allgemein verbreitet geblieben.
Schreiben
Verwenden Sie die spitze Seite des Stilus, um mit leichtem Druck in einer Abwärtsbewegung Buchstaben in das Wachs zu ritzen.
Löschen
Die flache Seite des Stilus wird verwendet, um das Wachs wieder zu glätten. Halten Sie den Stilus flach, legen Sie Ihren Zeigefinger auf den abgeflachten Teil und bewegen Sie diesen in einer ziehenden (nicht schiebenden) Bewegung über das Wachs. So kann die Tafel immer wieder verwendet werden.
Diese Wachstafel ist 18 x 9 cm gross und wird inklusive einem hölzernen Griffel geliefert, ebenfalls basierend auf mittelalterlichen Originalen in Manuskripten.
