Empfohlene Kombination
Produktbeschreibung
Dieser dekorierte Wikinger-Ohrlöffel basiert auf einem Original aus dem 9.–10. Jahrhundert, das in Grab 523 in der Wikingerstadt Birka gefunden worden ist. Ohrlöffel waren unverzichtbare kosmetische Gegenstände und finden sich in grosser Vielfalt in den Gräbern von Wikingerfrauen. Oft ist neben dem Ohrlöffel auch eine Pinzette mitgeführt worden. Dieser Ohrlöffel ist dekoriert, weil er neben dem kosmetischen Zweck auch als dekoratives Objekt getragen worden ist.
Wikingerfrauen haben grossen Wert auf verzierte Ohrlöffel und Nagelpflegesets gelegt, während Männer stolz auf ihre kunstvollen Kämme gewesen sind. Christliche Quellen haben sich verwundert über die Hygiene von den Wikingern gezeigt, die sich regelmässig gewaschen und sauber gehalten haben. Dies hat eine religiöse Grundlage gehabt: Im Paganismus wird man im Gegensatz zum Christentum nicht von Gott verfolgt. Man hat sich in bewussten Momenten an die Götter gewandt. Für die rituelle Kommunikation mit den Göttern sind Reinigung und Schönheit erforderlich gewesen, einschliesslich eines gepflegten Erscheinungsbildes. In der Religion hat Schönheit symbolisch für Ordnung gestanden, während Schmutz Chaos repräsentiert hat. Dieser Gegensatz hat sich auch in der Mythologie von dem Ragnarök widergespiegelt, dem totalen Chaos. Während von dem Ragnarök kommt das Schiff Naglfar, das aus den Nägeln von den Verstorbenen gefertigt ist. Lange, schmutzige Nägel sind als Beitrag zu diesem drohenden Chaos angesehen worden. In Island ist es sogar verboten gewesen, ein Heiligtum zu betreten, bevor man sich rituell gewaschen hatte.
