Warum Fantasy Festivals mehr sind als Verkleidungspartys

Waarom fantasyfestivals meer zijn dan verkleedpartijen

Seit meiner frühen Kindheit liebe ich es zu lesen und in Fantasywelten, Science-Fiction-Szenariens und anderen fiktiven Realitäten zu träumen. Meine Jugend verbrachte ich größtenteils in Hogwarts, Mittelerde und Narnia.

Vor zweiundzwanzig Jahren, als ich zwölf war, hörte ich zum ersten Mal von Elfia (damals noch Elf Fantasy Fair) im Fernsehen, während einer ganz normalen Frühstücksshow, die meine Oma immer schaute. Ich wusste sofort: da muss ich hin. Das war etwas für mich. Zusammen mit meiner Mutter besuchte ich das Festival und war sofort begeistert. Es folgten ein Herr der Ringe Marathon in der Schule, ein Urlaub in Irland und jährliche Besuche bei Elfia, sobald ich genug Ersparnisse hatte. Zum Glück fand meine Mutter es auch toll, sodass wir zusätzlich keltische und schottisch orientierte Veranstaltungen besuchten.

Was mich damals — und auch heute noch — so an diesen Festivals und Veranstaltungen fasziniert, ist, dass wirklich jeder willkommen ist. Die Menschen sind offen, herzlich und aufrichtig interessant. Durch die relativ hohe Konzentration intelligenter und neurodiverser Menschen entstehen automatisch herausfordernde, originelle und unkonventionelle Gespräche.

Während meiner Studienzeit war ich einige Jahre aktiv bei der Reenactmentgruppe Celtic Britain, wo ich meine jetzigen Partner und einige liebe Freunde gefunden habe. Wie besonders ist es, in mittelalterlicher Kleidung auf einer Strohmatte auf dem Boden einer Burg bei –2 Grad oder in einem Bett in einem Wikingerhof aufzuwachen? Man fühlt sich wie ein wahrer Zeitreisender — als ob die Science-Fiction-Bücher Wirklichkeit geworden wären.

Bei Celtic WebMerchant mache ich nun seit dreizehn Jahren aus meinem Hobby meinen Beruf, und ich komme nur noch selten mit dem in Berührung, was man ‘normale’ Menschen nennt. Das Schöne an dieser Community ist, dass man sich im täglichen Leben einsam oder fremd fühlen kann, aber dass Festivals wie Elfia und Castlefest — und auch kleinere LARP- und Reenactment-Events — ein intensives Gefühl des Nach-Hause-Kommens vermitteln. Hier trifft man Freunde, entstehen Beziehungen und man kann Unbekannte in einer Umgebung ansprechen, in der gegenseitiger Respekt selbstverständlich ist. Unsere Poly-Triade wird in dieser Community zum Beispiel auch immer respektiert. 

Heutzutage bin ich nicht mehr aktiv im Reenactment, sondern vor allem Besucher von archäologischen Fundstätten, Museen und Kulturerbestätten in ganz Europa, fêtes médiévales in Frankreich und Belgien, und Fantasy Festivals in den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich. Dieses Jahr wird meine neugeborene Tochter zum ersten Mal zu Elfia und Castlefest mitkommen — eine neue Generation. Ich hoffe, dass unsere Familie, und so viele mit uns, noch viele Jahre lang schöne Erinnerungen an all die Veranstaltungen machen kann, die diese besondere Community so bereichern. 

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